Die Zecke

In Deutschland verbreitet ist vor allem die Schildzecke, welche in der Umgangssprache auch als Holzbock bekannt ist. Die Zecke besitzt ein Stech- bzw. ein Saugorgan, mit welchem der Parasit sowohl die Haut durchstechen als auch anschließend das Blut des Wirtes trinken kann. Der Rüssel der Zecke ist mit Widerhaken ausgestattet, wodurch das komplette Entfernen der Zecke bekanntlich erschwert ist. Das erstaunliche Phänomen der Zecke ist es, dass Ihr Körper nach der Nahrungsaufnahme fast 200 Mal so groß ist als zuvor. Obwohl der Panzer der Zecke äußerst robust ist, kann dieser sich hierbei enorm dehnen. Hat sich die Zecke an einer Mahlzeit satt gegessen, ist sie in der Lage damit sehr lange zu überleben, sogar über ein Jahr hinaus. Die Zecke wird durchschnittlich 4 bis 5 Jahre alt. Die Zecke kommt meist an Waldrändern, in Gärten oder generell in der Natur vor, vor allem wenn es dort hohes Gras oder Büsche gibt. Hauptsächlich zählen Rehe, Igel, Hunde, Katzen und natürlich Menschen zu den Wirten der Zecke. Vom Frühling bis in die Pilzzeit im Herbst sind die Zecken unterwegs und lauern auf neue Wirte.

Am besten bewährt hat sich bis jetzt bei der Entfernung der Zecken die Zeckenkarte, die in jeder Apotheke erhältlich ist. Die Zecke sollte niemals mit Ölen oder ähnlichem „erstickt“ werden, da so in ihrem Todeskampf noch mehr Erreger in die Wunde gelangen können. Pinzetten sind nicht zur Entfernung geeignet, da man aufgrund der Widerhaken nur den Körper abtrennt; der Kopf bleibt stecken und die Wunde kann sich entzünden. Wer sich bei der Entfernung unsicher ist, kann auch einen Arzt um Hilfe bitten. Am besten versucht man als Vorbeugung, Zecken bewohnte Gebiete zu vermeiden, oder beispielsweise lange Kleidung beim Pilze sammeln zu tragen. Auch helle Kleidung eignet sich gut, da man die Parasiten darauf gut sehen kann, bevor sie auf die Haut wandern. Nach einem Ausflug ins Grüne ist es wichtig, sich am ganzen Körper gründlich abzusuchen, besonders an warmen Hautstellen oder Hautfalten.

Die Zecke kann auf den Menschen zwei Krankheiten übertragen, die Borreliose und FSME. An Borreliose erkranken in Deutschland jedes Jahr ca. 30000 Menschen. Erkennbar ist sie an der Wanderröte nach dem Biss. Leider kann man gegen Borreliose nicht geimpft werden. Unter FSME versteht man sie Frühsommer-Meningoenzephalitis und kommt eher im Süden Deutschlands vor. Diese Erkrankung ist zunächst durch Fieber und andere Grippesymptome gekennzeichnet, in der 2. Phase (nach einigen Tagen) steigt das Fieber deutlich und es kommt zu starken Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich. Das gefährliche hierbei ist eine Hirnhautentzündung mit anschließender Lähmung. Dieser Verlauf tritt jedoch nur bei 6-18% der Erkrankten auf.